Sankt Martin, Sankt Martin,

hier ist Sankt Martin am Tennengebirge im österreichischen Bundesland Salzburg, Bezirk St.Johann. Die Gemeinde wurde von den Bürgern Österreichs bei den Ortswahlen zur sechstschönsten Gemeinde gewählt. Und durch uns ist sie jetzt noch viel schöner geworden!!!

Unser gestriger Abend in der Pizzeria Hermann in Pivka (Slowenien) war wir erwartet sehr sättigend. Das Essen in der hauseigenen Pizzeria war klasse. Auch das frisch gezapfte „Pivovarna Laško“ war nicht nur lecker, sondern auch bestens gekühlt. Dafür, dass das Essen lecker war, war die Nacht umso lauter. Der Verkehr ging die ganze Nacht direkt am Haus vorbei und auch den einen oder anderen vorbei donnernden Zug hat man bestens gehört. Trotzdem haben wir relativ gut gepennt.

Der Morgen brachte das Erwartete und nicht erhoffte Etwas: Regen. Es kamen Erinnerungen an unsere „Wet-Race-Erfahrungen“ im Black Forest hoch. Wir lieben es ja bereits bei Regen losfahren zu müssen und nicht zu wissen, was einen den Tag sonst noch erwartet. Der letzte Mist…

Nach dem Frühstück schmissen wir uns in die Regenklotten und es ging los. Aufgrund der Wettersituation südlich und in den Alpen haben wir heute Morgen umdisponiert. Die Edelweißspitze musste leider storniert werden, strömender Regen auf der Südseite und Schnee dort oben waren keine wirkliche Perspektive für die geplante heutige Tour und morgen Vormittag. Danke hier nochmals an die Familie Kurt Lederer für das Verständnis und die reibungslose Abwicklung. Hier das Foto von der Webcam von 16.20 Uhr bei 0,5°C.

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An der ersten Tankstelle musste ich sowieso wieder Luft holen. Mein schleichender Plattfuß hatte wieder 0,3 Bar gelassen seit gestern. Auf dem Wege gab es dann gleich eine slowenische Vignette und wir bogen auf die Autobahn Triest nach Ljubljana ein. Der Regen wurde auf dem Wege in Richtung der slowenischen Hauptstadt auch weniger bis er dann auch ganz aufhörte. An Ljubljana vorbei ging es weiter in Richtung Villach. Wir verließen die Autobahn um über Kranjska Gora den alten Wurzenpass nach Villach zu fahren. An der alten Grenzstation im KOMPAS –Shop (Ex-Duty-Free-Shop) gab es den ersten Café des Tages. Über diesen Pass bin ich den 80iger Jahren, wie viele tausende andere Europäer auch, ins damalige Jugoslawien in den Urlaub gefahren. Wer hat hier nicht gestanden, seinen Pass gezückt und dann Deutsche Mark in Dinar getauscht…

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Die Passstraße hat die letzten Jahre insbesondere auf der österreichischen Seite sehr gelitten. Obwohl sie noch viel für den Zigarettentourismus und zum günstigen Shoppen von den Ösis benutzt wird, ist sie in schlechtem Zustand. Speziell die 18° Steigung könnte wirklich mal eine neue Asphaltdecke gebrauchen. Die Ösis kontrollieren auch wieder an ihrer alten Passstation die Einreisenden aus Slowenien. Wozu haben wir eigentlich das Schengener Abkommen ratifiziert? Eine Schande für Europa und die hart erkämpfte und erarbeitete Reisefreiheit seiner Bürger.

In Villach schien uns dann die Sonne ins Gesicht, das Thermometer zeigte 20°C. Kein Grund jedoch die Regenklamotten abzulegen, wir wollten ja noch durch dieses Schluchtenland in Richtung Norden und die Hohen Tauern überwinden. Da es in Villach nicht regnete, entschieden wir uns gegen die Tauernautobahn und die Ösi-Vignette und nahmen die Nebenstrecke parallel zu selbiger.

Die Überfahrung des Katschbergpasses (1641m ü.N.N.) ging noch ganz gut. Ab und zu ein paar Tropfen Regen, aber relativ trockene Straße und wenig Verkehr brachten uns doch ein wenig Spaß. Hinterm Katschberg beim Café-Stopp an einer OMV-Tanke buchten wir dann auch via booking.com unsere Bleibe für den heutigen Tag in Sankt Martin.

Die Hohen Tauern überfuhren wir dann über den Radtstädter Tauernpass (1738m ü.N.N.) durch Obertauern. Hier war es besonders schön. Es regnete die komplette Überfahrung des Passes und auch die Temperaturen lagen bei bis zu 4°C kurz vor der Schneefallgrenze. Was für ein Genuss und Erfrischung nach der Wärme in Villach.

Von Obertauen ins Tal wurden wir dann auch ca. 20 Minuten aufgehalten. Die Straße war gesperrt. Ein paar Kletterer seilten sich den Berg ab und warfen alles an losem Gestein von oben herunter, damit es nicht unkontrolliert auf die Straße fällt.

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Jetzt sind wir im heutigen Basecamp, dem Hotel zur Post in Sankt Martin. Die Zimmer sind sehr schön und auch die Speisekarte verspricht wieder einen abwechslungsreichen Abend. Zur Übertragung der Handball-Bundesliga heute Abend auf SKY.GO wird es dann sicher die eine oder andere Erfrischung geben.

Morgen früh trennen sich dann unsere Wege. Der Hesse wird auf seinem DDR-Eimer in Richtung Westerwald loslegen. Ich werde mit der Wasserkuh Fährte in die Oberpfalz aufnehmen und meinen alten Schulfreund Helge mit Familie besuchen.

Ob ich morgen was über die Durchquerung des Bayernlandes und des Bayrischen Waldes schreibe, das weiß ich noch nicht. Einen Abschlussbericht und ein Fazit wird es aber bis spätestens zum Montag geben.

So long für heute und wir hoffen, Ihr hattet ein wenig Unterhaltung mit uns und wir konnten ein wenig von dieser Ausfahrt rüberbringen.

Jörg & Andreas

 

Statistische Daten aus dem Bordcomputer des Wasserbusses:

Tageskilometerleistung km: 304
Tagesdurchschnittsverbrauch  l/100km: 4,7 
Tagesdurchschnittsgeschwindigkeit (km/h): 56 
Gesamtkilometerleistung (km): 2980 
Gesamtverbrauch l/100km: 4,9 
Gangwechsel gesamt: 690 
Vorderradbremse: 297 
Hinterradbremse: 606 
Durchschn. Drosselklappe 10 
Minimum Aussentemperatur: 4°C
Durchschnitt Aussentemperatur: 15°C 
Maximum Aussentemperatur: 21°C 
Durchschnitt Motortemperatur: 79°C 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentare   

+1 #1 OberpfalzKreutz Dieter 2018-05-17 15:55
Hi Jupp, hi Andreas,
dass Ihr nun wieder einmal knapp an meiner Haustür, ohne Einkehrschwung, vorbei fahrt nehme ich jetzt aber persönlich. Eigentlich wollte ich Euch auf der Edelweißspitze erwarten - aber nicht bei den Temperaturen und Dauernass! Das Roadbook ist wirklich klasse, macht echt neidisch!
Auf bald Dieter
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