Hier ist Kronstadt in Siebenbürgen im tiefsten Transsilvanien. Die Heimat DRACULAS!!!!

Es war ein langer Tag. Wir sind gegen 20.30 Uhr in Braşov im Hotel ALBERT angekommen. Über 400km mit allen Inhalten bei schönstem Wetter lagen hinter uns.

funkampel

Um 7.30 Uhr gab es in SIBIU ein gutes Frühstück. Bereits um 8.30 Uhr machten wir uns auf den Weg. Da die Transfagarasan an der Nordspitze für den Durchgangsverkehr komplett gesperrt ist, musste die alternative Bundesstraße E81 in Richtung Süden durch die Karpaten herhalten. Die Straße und das Tal sind landschaftlich auch schön anzusehen. Da es aber (noch) keine Autobahn in Richtung Süden gibt, wird sie auch von vom Güterfernverkehr frequentiert. Die Asphaltverhältnisse sind einwandfrei, es wird in vielen Orten fleißig gebaut und weiter an der Verbesserung der Infrastruktur gearbeitet. Die einseitige Verkehrsführung an den Baustellen vorbei wird mit Funkampeln geregelt. Eine dieser rumänischen Funkampeln haben wir dann auch abgelichtet.

Bei unserem zweiten Café in ARGES beschlossen wir die Transfagarasan bis zum Stausee hochzufahren. Kurz den Wegepunkt Stausee als Ziel ausgewählt und ab dafür. Nach 20 Kilometern Fahrt in Richtung Transfagarasan, als wir durch Schaf- und Kuhherden uns durchschlängelten, ging uns mal wieder die Straße aus. Die Zivilisation war zu Ende, der Waldweg in die Karpaten begann. Nach ein paar Kilometern stoppten wir. Das konnte nicht die Transfagarasan zum Stausee sein. Und so war es auch. Im Garmin war die Wegefindung „unbefestigte Straße“ noch erlaubt und das Navi wollte kurvenreiche, unbefestigte Strecke zum Stausee fahren. Das war dann durch den Wald ins Niemandsland. Kurz die Einstellung geändert und „unbefestigte Straßen“ verboten und schon wurden wir auf den richtigen Weg gebracht.

Die Transfagarasan sind wir dann ca. 60 Kilometer von Süd nach Nord hochgefahren, bevor wir dann umgedreht sind. Am Stausee gab es den verdienten Café. Die Straßenführung ist ein Genuss. Wie ein alter italienischer Gebirgspass in die Berge geklöppelt, mit Tunneln und Viadukten schlängelt sich die Straße ins Fagarasgebirge hinauf. Ab Stausee scheint es nie zu endende Kurvenstrecken zu geben. Dieser Passe ist viel beeindruckender als die eher touristisch angelegte und ausgeführte, aber auch sehr schöne, Transalpina. Man kann aus Sicht eines heutigen Motorradfahrers sich nur bei Rumäniens Ex-Ministerpräsidenten Nicolae Ceaușescu für den Bau dieser wunderschönen Strecke bedanken. Die Transfagarasan toppt so ziemlich alles, was wir bisher gefahren sind und gehört auch mit seiner gigantischen Gesamtlänge von 117km sicherlich zu den Top-Adressen des 21. Jahrhunderts für Motorradfahrer.

Nach dem Café, es war schon nach 16.00 Uhr, hatten wir noch gut 160km vor uns. Durch endlose Dörfer, in Rumänien auf dem Lande baut man alle Häuser neben der Hauptstraße bis maximal zweite Reihe, trieben uns unsere bajuwarischen Wasserbusse über die Karpaten in Richtung Braşov. Die ESA-Fahrwerke wurden jetzt auch voll gefordert. Die Nebenstrecken sind noch nicht ganz auf westlichem Niveau. Zwar alle geteert, aber Bodenwellen, Schlaglöcher und Sprunghügel gibt es hier und da reichlich.

Inzwischen haben wir unser Fahrverhalten auch der rumänischen Interpretation von Geschwindigkeit angepasst. Offiziell darf man in Rumänien innerhalb geschlossener Ortschaften 50 km/h fahren. Anfangs haben wir versucht uns auch daran zu halten, aus Respekt vor den Leuten die hier wohnen und weil wir guterzogene deutsche Steuerzahler sind. Nachdem uns dann des Öfteren von hinten die Pferde und Esel der 1-2PS Gummiwagen mit der Nase an der Schulter anstupsten, fahren wir nun eher rumänisch. 50km/h ist für Esel-und Pferdekarren die Höchstgeschwindigkeit. LKW fahren grundsätzlich nicht langsamer als 70 km/h. Und wenn man als deutscher Mopedfahrer mit 80km/h durch die Ortschaften prügelt, dann wird man noch überholt. Irgendwie interessiert das alles keinen hier, funktioniert aber. Toleranz und Respekt haben hier alle vor- und miteinander und man wird immer freundlich vorbeigelassen, wenn man es mal eilig hat.

albert

In Braşov leitete uns das Navi dann direkt in die mit Menschen gefüllte Fußgängerzone. Unser Hotel liegt direkt in der Haupt-Fußgängerzone, Fahrverbot dort und keine Parkplätze. Aber Rumänien wäre nicht Rumänien, wenn es hier keine Lösung gäbe.

Wir sind natürlich mit unseren voll aufgerödelten Wasserbussen bis direkt in den Gang zu unserem Hotel gefahren, wo wir mittendrin jetzt auch parken. Es guckten zwar ein paar Hundert ganz interessiert, rumgemault wie bei uns hat aber keiner. Das ist halt der feine Unterschied zwischen den immer korrekten Deutschen und den hier eher südländisch angehauchten Rumänen.

Im Innenhof des Hotels im eigenen Bistro haben wir dann noch sehr gut gespeist. Der Tag war gegen 23.00 Uhr rum und wir waren auch kaputt.

Stefan & Jupp

Kurz notiert:

  • Braşov hat Continental, Schaeffler und auch Siemens
  • Das Ortsschild von Braşov ist auch in Deutsch
  • Hier sprechen alle Englisch

 

Tourtelegramm  
Startort der Tagestour: Sibiu (Hermannstadt)
Zwischenziel: Transfagarasan
Zielort des Tages: Brasov (Kronstadt) / Siebenbürgen
Geplante Fahrstrecke: 309 km
GPX-Daten Navi: Garmin GPX
Abfahrt am Startort: 08.30 Uhr
Geplante Ankunft am Ziel: 17.00 Uhr
Bemerkungen/Highlights:
Hotel an diesem Tag: Casa Albert Boutique Hotel
Republicii nr. 38
500030 Braşov
Rumänien
Telefon +40 722 886 054
http://www.casa-albert.ro/de/

Statistische Daten aus dem Bordcomputer des Wasserbusses:

Tageskilometerleistung km: 417 km
Tagesdurchschnittsverbrauch  l/100km: 4,5 l/100km
Tagesdurchschnittsgeschwindigkeit km/h:  53 km/h
Gesamtkilometerleistung km:  1762 km
Gesamtverbrauch l/100km:  4,7 l/100km
Gangwechsel gesamt: 6771
Vorderradbremsen: 3307
Hinterradbremse: 5616
Durchschn. Drosselklappe 10%
Minimum Aussentemperatur: 18°C
Durchschnit Aussentemperatur: 23°C
Maximum Aussentemperatur: 28°C
Druchschnitt Motortemperatur:

83°C

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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