Es ist Herbst im Calenberger Land. Draußen wird es kälter. Die Bewohner des Dorfes machen ihre Gärten winterfest und bereiten sich auf die kalte Jahreszeit vor. Emsig wird das letzte Mal Rasen gemäht.

Die Büsche werden geschnitten und für die GALA-Bau Truppen aus dem europäischen Nachbarn in Richtung Osten ist jetzt Hochsaison. BARES für RARES ist die Devise der polnischen Schwarzarbeiter in deutschen Vorgärten. Hier wird noch nach alter Väter Sitte versteuert: Von der linken Tasche in die Rechte und am Monatsanfang vom Jobcenter die Stütze kassieren. Was will Jaroslaw und seine Freund mehr. Deutschland, das Land wo Milch und Honig fließt.

Doch nicht alle Bewohner und deren –innen können sich einen gut ausgebildeten und qualifizierten GALA-Bauer leisten. Da muss dann Mutti schon mal selber Hand an legen, wenn der Garten hübsch gemacht wird. So kann man dann auch besser über die Nachbarn lästern, wenn es dort nicht so hübsch ist wie in der eigenen Bundesgartenschau.

"Doch wohin mit dem ganzen Dreck und vor allem dem Laub", dachte sich eine der Dorf-Muttchens? Füchsin wie sie ist ließ die Mega-Idee nicht lange auf sich warten. Da wurde schön im Garten unauffällig das Laub zusammengefegt und am Zaun zum Nachbarn mal ein ordentlicher Haufen aufgebimst. Blick nach Links und Blick nach Rechts – keine Nachbarskrampe in der Nähe. Schwupps der Laubpüster aus dem Geräteschuppen geholt und ab ging die Post. Mit ordentlich Druckluft und Dampf hält sie die Pustemaschine in den Laubhaufen. Nicht um die Berge von Laub zusammen zu pusten und dann altersgerecht zu entsorgen, weit gefehlt. Mit Volldampf wird das ganze Zeug durch den Zaun direkt aufs Nachbargrundstück geblasen. Und Schwuppdiwupp ist sie das Laubproblem los.

Als dann der sichtlich nicht erfreute Nachbar zur Stellungnahme aus dem Haus büchste war sie auch schon wieder verschwunden. Pech gehabt Herr Nachbar. Räumen Sie doch mal ihren Garten auf, wird sie sich gedacht haben. Und wenn er sich beschwert: Dann verklagt sie ihn wegen seiner Garage, die viel zu groß geraten ist.

So ist das in der Nachbarschaft, wenn man Pech hat…

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