So wie wir uns heute auf unserer Fahrt durch den Harz nach Bad Berka in Thüringen gefühlt haben, muss sich wohl auch Wal Timmi gefühlt haben, als er zum ersten Mal wieder frei durch die Ostsee schwamm.
Wenn es um die Vorhersage von Sonnenschein geht, kann man sich auf unsere Wetterfrösche bekanntlich selten verlassen. Heute allerdings, bei der Ansage „Dauerregen bis hinter Weimar“, lagen die Wetterfritzen ausnahmsweise goldrichtig.
Nachdem mir Fruuuulein C. heute Morgen freundlicherweise in die Regenklamotten geholfen hatte, koppelten Daniel und ich in Wet-Eldagsen. Schlanke 8 Grad, feiner Nieselregen – die Frisur sitzt. Was will man mehr, wenn man auf zwei Rädern unterwegs ist?
Über Alfeld und Seesen ging es hinein in den Harz Richtung Torfhaus. So konstant wie der Niederschlag war, so instabil waren die Temperaturen. Am Torfhaus hatten wir immerhin noch keinen Bodenfrost – dafür aber magere 4 Grad. Ein Traum Anfang Mai.
Da es permanent von oben schüttete, verzichteten wir auf größere Stopps und fuhren direkt weiter Richtung Südharz. Unsere erste Kaffeepause machten wir mittags an einer kleinen Tankstelle in Nordhausen in Thüringen. Eigentlich wollten wir uns zum Aufwärmen in ein Sonnenstudio legen – leider hatte keines geöffnet.
Also blieb nur die Tanke: warm, leer, lecker Kaffee und nette Uschis hinterm Tresen, die man kaum verstand. Dazu gab’s Frühstück aus dem Feinschmecker-Angebot: Bockwurst im Brötchen für 0,99 €. Wir waren einfach glücklich.
Frisch gestärkt und leicht durchgeweicht bestiegen wir wieder unsere vollgetankten Motoryachten und schipperten weiter Richtung Weimar.
In Sömmerda hieß es erneut „Leinen los“ an einer Aral-Tanke für Motorboote. Der zweite Kaffee des Tages rief zum Anlegen.
Weiter ging es über Buchenwald und Weimar, bevor wir gegen 16:00 Uhr nach über 300 Kilometern Wet Race schließlich unser heutiges Ziel Bad Berka erreichten.
Nach einer heißen Dusche und mit den Booten sicher am Steg geht es gleich hinein ins Nachtleben von Bad Berka.
Lobenswert waren heute vor allem unsere beiden Wasserbusse, die sich tapfer geschlagen haben. Dank Sitz- und Griffheizung ließ sich der Dauerregen bei Temperaturen zwischen 4 und 8 Grad halbwegs ertragen.
Von Regen und Kälte haben wir jetzt allerdings endgültig die Nase voll. Die Klamotten hängen zum Drucktrocknen auf den Bügeln.
Es kann nur besser werden.
Prost, Bad Berka!






