Hallo aus dem Westerwald,

jetzt sind wir in Ellar im schönen Westerwald.

Gestern hatten wir noch einen schönen Abend. Abgesehen davon, daß Hannover Handballer sich eine Klatsche in Stuttgart abgeholt haben, war unser Abend schöner. Wir waren Selbstversorger und haben ein wenig im luxemburgischen Supermarkt eingekauft. Neben ein paar Speisen konzentrierte sich unser Einkauf auf belgisches Bier.

Das haben wir uns dann vor unserem Appartement zum Sonnenuntergang gegönnt. Verdünnt mit ein paar österreichischen Obstlern aus dem Bordshop waren wir dann auch relativ schnell müde – kaputt waren wir eh vom Fahren. So wurde früh geträumt im schönen französischen Bett….

Heute Morgen haben wir dann in unserem Appartement reichhaltig gefrühstückt. Unsere Herbergsmutter hatte ein frisches Weißbrot gebacken, Torsten kreierte die Rühreier und ich war für den Kaffe zuständig. Gegen 8.45 Uhr verließen wir dann den Hof in Richtung Bastogne. Die Außentemperatur betrug 11°C.

In Bastogne waren wir nach gut 10km. Die Reste der Ardennenschlacht waren noch überall ersichtlich. An den Ortseingängen liegen noch amerikanische Panzertürm, mitten im Ort steht ein Sherman-Tank.

Am Bastogne War Museum waren wir um 9.00 Uhr nicht die ersten Besucher. Der erste Bus stand bereits vor der Tür und vor dem amerikanischen Denkmal fand bereits eine englischsprachige Gruppe. Wir waren gut 30 Minuten hier, sind aber nicht ins Museum zur Besichtigung gegangen. Uns fehlte einfach die Zeit, wir hätten das geplante Tagespensum sonst nicht vor Sonnenuntergang geschafft.

24092016 3Von Bastogne sind wir weiter zum deutschen Soldatenfriedhof nach RECOGNE. Hier waren wir die einzigen Besucher an diesem beschaulichen Platz. 6807 deutsche Soldaten liegen hier begraben, der jüngste gerade mal 17 Jahre alt, der älteste 52. Die Meisten der Gefallenen sind ab Dezember 1944 gefallen, vielen von Ihnen gerade erst um die 18 Jahre alt. Gedanken über Sinn und Unsinn eines Krieges haben uns hier begleitet.

Nach diesem letzten geschichtlichen Beitrag war jetzt Mopedfahren angesagt. Wir kämpften uns durch diverse Umleitungen bis nach La Roche en-Ardenne, ein wunderschön gelegener Ort mitten in den Ardennen. Die Streckenführung war auch heute wieder den ganzen Tag fantastisch. Von La Roche en-Ardenne ging es zurück nach Deutschland. Die belgischen Straßen waren deutlich schlechter als die der Luxemburger. Die Streckenführung durch viele Täler und über Berge war Klasse. Der Asphalt in Belgien könnte aber ein wenig Service gebrauchen.24092016 1

In der Eifel vermieden wir ebenfalls die Hauptstraßen und genossen das einsame Fahren auf den Nebenstrecken bis kurz vor Koblenz. GARMIN und ADAC haben in Kombination wieder einen klasse Job gemacht. Auch gab es heute endlich ein Spaghettieis, das hat lange auf sich warten lassen. Gegen 17.00 Uhr waren wir dann im Hotel hier in Ellar.

Gleich geht es ins Wirtshaus und dann kommen auch noch Andreas und Hugo zu Schoppen trinken. Morgen früh rauschen wir um 8.30 Uhr los in Richtung Weserbergland, Solling und Heimat. Eine Kaffeepause werden wir auch noch in Eschershausen einlegen.

Ein paar Gedanken zu heute:

  • Was an der Mosel der Holländer mit dem Fahrrad ist, das ist in den Ardennen der Belgier mit dem Fahrrad
  • Belgisches Bier ist trinkbar, wenn es kalt ist
  • Die Eifel ist neben der Spur und den Zentren super zu fahren
  • Der Tag war nix für Mopedluschen und Maschseecruiser
  • Wir haben uns wie zwei deutsche Kradmelder durch die Pässe und Wälder gekämpft
  • Der Großteil der Strecke war Wald oder Wiese
  • Wir haben jetzt Durst

So long.

T+ J

Aktuelle technische Daten aus dem Wasserbus Bordcomputer:

Tageskilometerleistung: 337 km

Tagesdurchschnittsverbrauch: 5,2 L/100

Durchschnittsgeschwindigkeit: 61 km/h

Gesamtkilometerleistung: 1.098km

Gesamtdurchschnittsverbrauch: 5,2 L/100

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