Vatertag 2026 in Belgrad

Einen sonnigen Vatertag 2026 aus dem spannenden Belgrad! Wir hatten heute einen richtig schönen und angenehm warmen Tag an der Donau – genau so stellt man sich einen gelungenen Vatertag vor. Nur eben mit deutlich besseren Cevapcici als an der heimischen Grillhütte.

Gestern Abend landeten wir nach unserem Innenstadt-Abenteuer in einer kleinen Grill-Bude REPUBLIKA GRILL an der Straße. Und was soll man sagen: Original serbische Cevapcici sind eine absolute Macht. Dazu ein eiskaltes blondes Bier – perfekt.

Anschließend noch ein kurzer Abstecher ins Hard Rock Café Belgrad, einmal touristisch korrekt abhaken, und dann ab in die Falle.

Heute Morgen gab es Frühstück um 9 Uhr. Danach wollten wir eigentlich geschniegelt und gestriegelt eine professionelle Stadtrundfahrt starten. Laut Google sollte der Sightseeing-Bus direkt am Parlament abfahren. Tat er aber nicht. Oder wir waren einfach zu doof ihn zu finden.

Nach längerer Lagebesprechung strandeten wir deshalb erstmal in einem Café. Dort analysierten wir die Situation bei koffeinhaltigen Getränken und kamen schließlich zu einem wissenschaftlich fundierten Ergebnis: „Ach komm, lass einfach an die Donau fahren.“ Gesagt, getan.

Allerdings lernten wir dabei: Uber funktioniert in Belgrad ungefähr so gut wie Schneeketten auf Kreta. Hier fährt man Yandex Go.

Also App installiert, Taxi bestellt und los. Funktioniert tatsächlich hervorragend. Für rund acht Euro ging’s bequem an die Donau.

Dort fanden wir ein Restaurant direkt am Wasser und beschlossen spontan: Hier feiern wir jetzt Vatertag.

Also erstmal Pilsetten bestellt. Sicherheitshalber auch gleich etwas zu essen dazu, damit die Getränke nicht so alleine bleiben. Der Slivovic wurde ebenfalls getestet.

Daniel würgte ihn eher fachgerecht herunter, während ich sagen muss: Gar nicht schlecht das Zeug.
22 Grad, Sonne, blauer Himmel, kaltes Bier und Donaublick – deutlich besser als der deutsche Vatertag bei Nieselregen unter einem Pavillon auf dem Schützenplatz.

Per Yandex Go ging es später wieder zurück zum Hotel.

Die Gespräche mit unseren Fahrern waren übrigens richtig interessant. So erfuhren wir, dass man in Belgrad durchschnittlich etwa 1.000 Euro netto verdient, auf dem Land oft eher um die 600 Euro. Bei Spritpreisen von rund 1,64 Euro pro Liter tut das natürlich ordentlich weh.

Spannend waren auch die politischen Gespräche. Ukraine- oder Rainbow-Flaggen sieht man hier praktisch gar nicht. Viele Serben betrachten die Russen aufgrund des gemeinsamen orthodoxen Glaubens als Brudervolk und haben insgesamt eine deutlich andere Sicht auf viele weltpolitische Themen als wir in Deutschland.

Beide Fahrer waren unglaublich freundlich und offen. Genau solche Gespräche machen Reisen spannend, weil man mal andere Perspektiven hört und versteht.

Außerdem haben wir heute festgestellt: Das ist inzwischen schon der dritte gemeinsame Vatertag auf Motorradtour in vier Jahren.

  • 2023: Mit dem Hessen Andreas in Palaiochora auf Kreta.
  • 2024: Mit Erik in Kalambaka in Griechenland.
  • 2025: Vatertag in Warschau.
  • Und 2026 jetzt: Belgrad.

Wir entwickeln langsam eine gewisse Tradition, Vatertag grundsätzlich nicht zuhause zu verbringen.

Noch ein kleiner Technik-Tipp vom Balkan: In Serbien nutzen wir eine E-SIM von Roamic, damit wir mit unseren deutschen Karten nicht in die Roaming-Falle laufen. 5 GB kosten etwa fünf Euro – absolut fair. Das gleiche buchen wir dann auch für Bosnien. Danke an Thomas für den Tipp!

Das Wetter soll in den nächsten Tagen leider wieder etwas wechselhaft werden. Morgen wollen wir über Srebrenica nach Sarajevo fahren – inklusive original Cevapcici in der Altstadt.

Heute Abend gehen wir aber erstmal noch ein wenig um die Häuser.

Man muss den Vatertag schließlich vernünftig zu Ende bringen.

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