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Moin aus Ditterke, es kam dann doch alles anders als ursprünglich geplant.

Nachdem wir gestern vor Quedlinburg den ersten Schauer abbekamen, gab es dann beim abendlichen Griechen den zweiten.

Die Wettervorhersage für heute und die kommenden Tage bezüglich trockenem Wetter war nicht gut. Auch heute Morgen änderte sich der Forecast nicht. Alle Wetterdienste waren sich einig, daß uns sehr nasse Tage bevorstehen.

So beschlossen wir heute beim Frühstück die Reise für letzten beiden Tage nicht in der geplanten Form fortzusetzen. Es gingen uns ein gemeinsamer Tag im Harz und für mich eine Fahrt an der Weser und Erik eine Fahrt durchs Sauerland durch die Lappen.

Wir brachen die Reise heute Morgen ab und jeder fuhr seinen eigenen Weg nach Hause.

Ich war nach ca. 160km mit 50km Regen gegen 10.30 Uhr zu Hause. Erik um ca. 14.00 Uhr nach 383km und 200km Regen.

Trotz des nassen Endes hatten wir eine sehr schöne, interessante und sehr abwechslungsreiche Woche. Der deutsche Osten hat noch ganz viele Geschichten zu erzählen. Schön, daß noch nicht alles Bruch ist und man wenigstens noch die Reste vieler Bauten erkennen kann. Der Osten ist immer eine Reise wert. Es muss nicht immer die weite Welt sein.

Wir hoffen, Ihr hattet ein wenig Spaß und Unterhaltung.

Bis zum nächsten Mal.

Erik & Jupp


 

It´s Raining Men, Hallelujah! Hier ist Quedlinburg im Landkreis Harz in der Ostzone.

Den gestrigen Abend verbrachten wir auf der Hotel-Terrasse mit dem Verzehr von Radeberger und Spreewald Spezialitäten. Es war lange warm und so saßen wir für unsere Verhältnisse relative lange bis gegen 21.30 Uhr draußen.

Gegen 8.30 Uhr verließen wir heute unser Hotel und ritten längs durch Brandenburg. Die Fahrt durch Brandenburg war sehr abwechslungsreich.

Während wir am Anfang noch Wald und ab und zu Dörfer hatten, so wurde es in Richtung Leipzig immer dünner mit der Besiedelung. Teilweise fuhren wir für Deutschland viele Kilometer, ohne ein Haus zu sehen. Die Landschaft war grundsätzlich flach wie in Niedersachsen – Nord und teilweise erinnerte sie auch an die Heide auf dem Truppenübungsplatz Munster – Süd. Sandboden, Krüppelkiefern und Birken prägten das bekannte Bild aus der Munster Heide auch hier in Brandenburg. Einen Kaffee gab es im Dorfladen in Wahlsdorf.

Bei der Fahrt in Richtung Torgau kamen wir auch zufällig durch Wünsdorf bei Nossen. Uns fielen die riesigen Kasernenanlagen am Eingang des Dorfes auf. Wie wir nachlesen konnten, war Wünsdorf ein bekannter Wehrmachtsstandort mit den Oberkommandos des Heeres und der Wehrmacht und dem größten Nachrichtenknoten des 2.Welkrieges.

Nach dem Krieg zogen die Russen hier ein. Der Standort wurde bis 1994 genutzt und es wohnten in Spitzenzeiten bis zu 75.000 Russen mit Angehörigen hier. Es fuhr täglich von Wünsdorf ein Zug nach Moskau und das ganze Gebiet war für die deutsche Bevölkerung Sperrgebiet. Heute versucht man das ganze Areal wieder zu revitalisieren.

Gegen Mittag erreichten wir Torgau an der Elbe. In Torgau trafen offiziell die Amerikaner am 25.April 1945 auf die Russen. Der Händeschlag von Torgau erreichte Berühmtheit. Zu Erinnerung an diesen Tag steht an der Elbe ein Denkmal zur Ehrung der ruhmreichen Sowjetsoldaten. Wie in Seelow fehlt uns auch hier die andere Sichtweise auf die Sache.

03062020 torgau1

Von Torgau fuhren wir elbeabwärts bis nach Wittenberg. Wittenberg besser bekannt als Lutherstadt Wittenberg ist schon ein Unterschied zu den brandenburgischen Orten an der polnischen Grenze. Die deutlich höhere Kaufkraft war überall zu erkennen. Zur Belohnung und um die Hitze zu ertragen gab es ein Käffchen mit Eis und frischen Erdbeeren für uns.

Weiter ging es auf den Nebenstraßen Sachsen-Anhalts in Richtung Ost Harz. Spektakulär war die Überfahrt mit der Fähre bei Aken über die Elbe.

03062020 aken

40 Kilometer vor Quedlinburg zogen wir uns die Regensachen bei 27°C über. Der Horizont war pechschwarz und uns schwante Böses. 10 Kilometer vor dem Ziel fing es dann auch an zu Regnen. Wir hatten relativ viel Glück. Das schwere Gewitter zog an uns vorbei.

Die ehemalige DDR ist spannend zu fahren. Überall wo man lang kommt erzählen die Orte, Landschaften und Gebäude viele Geschichten aus der deutschen Vergangenheit. Es gibt Interessantes sowohl aus der Zeit der DDR als auch aus der Zeit davor.

Viele Gebäude und Bauwerke sind heute noch gut zu erkennen. Noch ist nicht alles abgerissen und eingeebnet. Von daher war es schon sehr spannend und wir haben ganz viel gelernt und unseren geschichtlichen Horizont der gesamtdeutschen Vergangenheit erweitert. Auch das heutige Leben in den neuen Bundesländern zu erleben war für uns sehr interessant
Heute haben wir auch wieder diverse Blitzer gesehen. Da es die letzten Tage genug geblitzt hat, wurden wir heute erneut davon verschont. Zumindest haben wir es nicht gemerkt.

Das Wetter heute was sehr heiß. Die Maximaltemperatur lag bei 30°C, minimal bei 13°C und Durchschnitt 22°C. Gefahren sind wir heute 290km bei gesamt 1858km. Der Verbrauch heute lag bei 4,8l/100, gesamt 5,0l/100. Durchschnittsgeschwindigkeit 59 km/h.

Viele Grüße aus Sachsen-Anhalt.

Erik & Jupp 


Es ist Dienstag, der 2 Juni 2020. Tina hat heute Geburtstag und wir sind im Spreewald in Groß Köris in der Nähe des Schweriner Sees, direkt an der A13 von Berlin nach Dresden.

Gestern bei unserem griechischen Freund in Spremberg habe wir wieder was gelernt Der Name „Carna Plumpa“ auf dem Ortsschild von „SCHWARZE PUMPE“ ist nicht Polnisch sondern SORBISCH. Es gibt in Deutschland eine anerkannte ethnische Minderheit, die Sorben.

Die ca. 60.000 Sorben leben in Deutschland in der Lausitz. Davon leben etwa 2/3 in der sächsischen Oberlausitz und 1/3 im brandenburgischen Niederlausitz. Die Sorben haben eine eigene Flagge, eine eigene Sprache und eine eigene Hymne. Sie sind deutsche Staatsbürger und blicken auf eine ca. 1400-jährige Geschichte zurück. Was man nicht alles lernt, wenn man mit dem Moped unterwegs ist.

02062020 wald

Heute Morgen sind wir um 8.30 Uhr bereits los, Es war schon 16°C warm. Das erste Ziel war Cottbus. Cottbus ist eine hübsch-hässliche Stadt, wie der Osten es so hervorbringt. Nördlich von Cottbus gibt es eine großes Braunkohlegebiet Cottbus-Nord und ein großes Kraftwerk bei Jänschwalde, welches beides von der LEAG AG (Lausitzer Energie AG) betrieben wird.

Gleich hinter Cottbus erreichten wir Eisenhüttenstadt. Eisenhüttenstadt ist eine sozialistische Planstadt des real existierenden Sozialismus, welche 1950 gegründet wurde. Der alte Stadtkern ist Fürstenberg/Oder. Hier wollten wir einen Kaffee trinken. Das ging mal wieder in die Hose. So gab es den ersten Kaffee heute auf dem Parkplatz vor dem Netto-Markt in Eisenhüttenstadt. Auf der Fahrt von Cottbus nach Eisenhüttenstadt gab es weder einen Bäcker noch ein Café. Traurig, traurig…

Die Wirtschaft in Eisenhüttenstadt wird heute von der ArcelorMittal Eisenhüttenstadt GmbH dominiert. ArcelorMittal Eisenhüttenstadt ist ein integriertes Hüttenwerk und gehört zu ArcelorMittal, dem weltweit größten Stahlkonzern. Das aus dem VEB Eisenhüttenkombinat Ost bzw. der EKO Stahl GmbH hervorgegangene Unternehmen ist gegenwärtig das größte in Brandenburg.

02062020 spiegel

Nach Frankfurt/Oder war es von Eisenhüttenstadt nicht weit. Ein kleiner Schauer kühlte uns ein wenig ab. Wir fuhren bis in die Stadt an die deutsch-polnische Grenze. Die war für uns noch geschlossen. Zumindest fahren keine Deutschen rüber, nur Polen in beide Richtungen. Das soll einer verstehen.

02062020 cottbus1

Von Frankfurt/Oder waren die Seelower Höhen nicht weit. Im Oderbruch an den Seelower Höhen fand im April 1945 eine der größten Schlachten auf deutschem Boden zwischen der Deutschen Wehrmacht und der Russischen Armee statt. In den Tagen im April 1945 sollen hier über 110.000 Soldaten gefallen sein. Nach dem Sieg der Russen war der Weg nach Berlin frei.

Die von uns besuchte Gedenkstätte wurden von der DDR 1972 als Gedenkstätte der Befreiung errichtet. Das Ehrenmal oberhalb der Gedenkstätte stammt bereits aus dem Jahre 1945.

02062020 seelow

Nach einem Eis beim Lidl in Seelow durchquerten wir Brandenburg weiter bis nach Halbe. In Halbe befindet sich eine Kriegsgräberstätte als Gedenken an den „Kessel von Halbe“. Der Waldfriedhof in Halbe ist letzte Ruhestätte für insgesamt 27.000 Opfer der letzten Schlacht um Berlin. Ein andächtiger Ort, der hier geschaffen wurde.

Das Wetter war heute sehr heiss. Die Maximaltemperatur lag bei 29°C, der Durchschnitt bei 22°C. Wir sind heute 285km gefahren, gesamt sind es bisher 1.568km und der Verbrauch lag heute bei 4,8 Liter/100.

Heute haben wir aufgepasst. Trotz aller Bemühungen des Politbüros haben es die Abfangjäger der Stasi mit ihren stationären und mobilen Blitzern heute nicht geschafft uns reinzulegen. Ätschi Bätschi!!!

Bis morgen

Erik & Jupp


 

Einen schönen Pfingstmontag aus September in Westpolen oder auch Ost –Brandenburg wünschen wir aus der Taverna MINOA. Zur Freude aller Beteiligten gibt es hier wieder Fellschlösschen Pilsener.

Gestern Abend haben wir lecker deutsch-böhmisch gegessen und mussten mit Radeberger dann das dritte Fernsehbier in Folge trinken. Schade, daß es nirgendwo mehr kleine Privatbrauereien gibt. Von daher ist das für den Pivo Index nur preislich ein Thema.

Der heutige Tag war fahrtechnisch sehr vielseitig. Wir hatten von Bergen in der sächsischen Schweiz bis flaches Land in der Lausitz alles bunt gemischt. So facettenreich und abwechslungsreich war bisher kein Tag.

Nach dem Start heute Morgen wollten wir eigentlich Festung Königstein anschauen. Das Parkhaus vor der Tür hat uns aber dazu motiviert, Königstein Festung sein zu lassen und weiterzufahren. Es sah aus wie an der Kaiser-Franz-Josef-Höhe auf der Großglockner Hochalpenstraße.

01062020 festung

Neben der Straßenbahn in Bad Schandau,die die Wander-Toruristen in die sächsische Schweiz hochfährt erwischten wir auch die Zittauer Schmalspurbahn im Einsatz. Die Landschaft in der Süd-Ost Spitze Deutschlands ist schon spannend. Es war am heutigen Pfingstmontag auch relativ viel verkehr, gerade in den touristischen Hochburgen wir Bad Schandau und in den Zittauer Bergen bei Oybin.

Die Lausitz ist auch ein sehr interessantes Gebiet. Berge und Kurven kann man hier zwar suchen, dafür gibt es teilweise schöne Wälder, wo die Bäume direkt an der Straße stehen und es dunkel wie im Spreewald ist.

Das Braunkohlegebiet bei Weißwasser ist schon beeindruckend. Hier wurden zu DDR-Zeiten riesige Löcher in die Erde zum Abbau gerissen. Erstaunlich, wie grün inzwischen alles ist.

Das Highlight für mich war sicherlich die Fahrt durch SCHWARZE PUMPE. Eine Erinnerung an alte Handballertage im Festzelt und auf den Wiesen von Müden.

01062020 pumpe

Das Tragen des COVID-10 Mundschutzes haben wir uns auch so gut wie abgewöhnt. Das interessiert in Sachsen und Brandenburg eigentlich niemanden mehr. Die Kellner haben das eher als Sabberlätzchen unterhalb der Nase oder des Mundes. Die Gäste sind davon überall inoffiziell befreit.

Jetzt sind wir in der Taverna zum Speisen, da das Restaurant im Hotel montags geschlossen hat. Wie man hier in Spremberg sein Geld verdient, das finden wir noch raus. Zumindest hat der McDonalds hier dichtgemacht. Das sagt alles über die Kaufkraft.
Der Mietpreis liegt bei 4,50€/qm und Schwarze Pumpe bringt viele Monteure in das Restaurant. Das wusste der Grieche zu berichten. Außerdem gibt es hier viele Selbstständige, meistens Baufirmen. Die arbeiten dann in Montage. Das hatten wir schon auf der Tanke gesehen. Geht doch an der Zonengrenze.

Erich Mielke kann sich nach unserer Reise eine Wand mit Fotos von Erik und mir tapezieren. Heute sind wieder 2 schöne Frontfotos dazugekommen.

Kaffee und Kuchen gab es heute Nachmittag wie gewohnt in Rothenburg in der Oberlausitz. Das ist mehr Polen und Schlesien als Deutschland. Die Chefin musste weg, weil Oma 90 wurde. Wir waren dann alleine auf der Terrasse. Der Kuchen war trotzdem sehr lecker und natürlich hausgemacht.

Das Wetter war heute top. Den ganzen Tag nicht eine Wolke und bis zu 27°C. Abgerissen haben wir heute ca. 305km.

Gruß aus Spremberg in der Niederlausitz oder auch niedersorbisch Grodk. Spremberg ist ein lokales Zentrum im sorbischen Siedlungsgebiet im Süden der Niederlausitz, deren fünftgrößte Stadt und offiziell zweisprachig.

Das wussten wir vorher auch nicht...

Erik & Jupp


Servus, wie der Sachse sagt. Hier ist Cotta in der Sächsischen Schweiz. Heute müssen wir Radeberger trinken. Was tut man nicht alles für die Wiedervereinigung, gegen COVID-19, den PIVO-INDEX und den Weltfrieden.

Gestern Abend haben wir wieder sehr lecker gegessen. Wir waren ganz schön im Arsch von der Fahrerei. Das wir dann noch Fellschlösschen trinken mussten, das hat uns dann früh dahingerafft.

Heute ging es gegen 9.00 Uhr los. Als ersten Ziel nahmen wir die Bobbahn in Altenberg in Anschein. 350 Mio. Ostmark hat Erich Mielke und ihm seine Stasi hier in den Wald gezimmert. Ein unglaubliches Bauwerk zwischen Fichten und Kiefern, knapp 2 Kilometer vom Hotel. Heute wird die 1413 Meter lange Bahn von ENSO - ENERGIE SACHSEN OST als Namensgeber betrieben. Die Spitzengeschwindigkeiten hier im Wald liegt bei ca. 140 km/h.

Nach dem Eiskanal ging es eisig weiter in Richtung Schloss Augustusburg. Was für eine Pussi ich doch bin. Nach 30 Kilometern haben wir angehalten und ich musste mir erstmal einen Pullover über das T-Shirt ziehen. 7°C war die minmale Temperatur heute Vormittag, da werden auch die härtesten Kerle wie ich zur Memme.

Den ersten Kaffee gab es in einer Total Tankstelle in Olbernhau. Hier trafen wir auch Katja wieder, das professionelle Grid-Girl aus Magdeburg für die Harley Fahrer in unserem Hotel am gestrigen Abend. Wir konnten uns das Grinsen nicht verkneifen….

Bei 10°C und leichtem Regen erreichten wir das Schloss Augustusburg in Augustusburg. Das Motorradmuseum war nett anzusehen, wir mussten allerdings eine halbe Stunde auf den Einlass warten.

Mit Kaffeedurst verließen wir Augustusburg in Richtung Osten. In Freiberg wurden wir dann fündig. In einer Datscha gab es dank Google ein kleines und feines Kaffee, was auch eine hervorragende Auswahl an Kuchen hatte. Erstaunlich, wie die Tradition Kaffee und Kuchen in der Zone noch gehegt und gepflegt wird. Im Westen stirb der Kuchen zum Kaffee aus. Kuchen hatten wir hier täglich. Dafür aber keine Galaţi-Bude mit Spaghetti Eis.

31052020 glashuette

Ich hatte Erik heute Mittag noch erzählt, wie toll es doch ist, daß wir bisher gar keine Blitzer und die Jungs von der Rennleitung hatten. Das hätte ich mir vielleicht schenken sollen.

An der Ortsausfahrt Lauenstein südlich von Glashütte ging es 4-Spurig aus dem Ort den Berg rauf. Schon im Ort zog ich am Kabel, weil natürlich die Straßen leergefegt waren. Die dann blitzende Kiste auf der Gegenseite aus dem Hause des Ministeriums für Staatssicherheit ist mir erst nach Auslösen aufgefallen. Wie schön… Man gut, daß ich es zur Arbeit mit dem Fahrrad nur 10 Minuten habe.

Jetzt sind wir in Cotta im Landgasthof Heidekrug und speisen die sächsisch-böhmische Küche. Die Bude und das Restaurant sind voll, sehr nett und gut bürgerlich das ganze Ambiente.

Rückblickend auf das Erzgebirge kann man sagen, daß es auf jeden Fall eine Reise wert ist. Gut 99% der von uns gefahrenen Straßen haben die letzten 20 Jahre eine Teermaschine gesehen. Danke an den Soli. Bitte jetzt mal im Westen die Straßen machen. Und nebenbei das Internet.

Nicht alle Strecken waren etwas für warm duschende Hessen. Wir aber mit unseren bajuwarischen Multibikes hatten da gar keine Probleme. Besser zu fahren ist es im Osten als im Westen auf jeden Fall. Die Straßen waren wirklich fast immer perfekt. Eine Reise lohnt sich, ich würde hier jederzeit wieder mal rumkommen. Das Gebiet ist extrem groß und man findet neben der Spur immer eine schöne Stecke.

31052020 schweiz

Das Wetter heute war im Erzgebirge für die Jahreszeit und auch absolut als zu kalt zu bezeichnen. Es hatte eher den Anschein, daß hier heute Eisheiligen war als Pfingsten. Ab Freiberg heute Nachmittag wurde es dann langsam wärmer. In der sächsischen Schweiz an der Elbe bei Königstein/Bad Schanden hatten wir dann sogar über 20°C.

Gefahren sind wir heute 269km, gesamt sind es bisher 977km ab Ditterke. Der Verbrauch lag heute bei 5,1 Liter. Die Minimum Temperatur war 7°C, das Maximum 23°C und Durchschnitt 13°C.

Jetzt geht es an den PIVO-Index.

Tchöö mit Ö.

Erik & Jupp


Moin, Moin aus Altenberg im Osterzgebirge. Es ist Pfingstsamstag im Corana Jahr 2020 gegen 18.00 Uhr.

Am gestrigen Abend in Saalburg war es noch sehr schön. Wir haben super gegessen und auch die lokalen Spezialitäten getestet. Das Hotel und der Ort sind sehr empfehlenswert gewesen. Dank Google Translate hat man auch kein Problem die Wirtin zu verstehen.

Nach dem Frühstück heute Morgen führte uns die Reise zuerst zurück nach Schleiz. Wir haben eine Runder auf der Rennstrecke Schleizer Dreieck gedreht. Was für eine tolle Straße und Strecke. Das war was zum Aufgalopp.

Von Schleiz fuhren wir nach Little Berlin. So heißt das Dorf Mödlareuth umgangssprachlich. Mödlareuth war zu DDR Zeiten ein geteiltes Dorf, genau wie Berlin. Die Grenze im Dorf war der Dorfbach und die Mauer stand direkt am Bach. 40 Einwohner wurden so über Jahrzehnte geteilt. Ein sehr geschichtsträchtiger Ort, der auch ein kleines Museum hat und auch noch originale Grenzanlagen erhalten hat. Das war schon sehr beeindruckend. Wenn ich mir vorstelle, daß die Kirchwehrener Straße in Ditterke die Grenze ist und die Einwohner rechts nicht nach links zum Frühschoppen bei der Feuerwehr gehen können? Kein Dorfsheriff auf der anderen Seite? Unvorstellbar.

29052020 moedlareuth1

Den Bach haben wir in Mödlareuth auch überquert. Damit waren wir heute neben Thüringen und Sachsen auch in Bayern. Zu Fuß nach Bayern.

Nach Mödlareuth war das nächste Ziel die 68 Meter hohe Elstertalbrücke, die zweithöchste Ziegelsteinbrücke der Welt. Von der Elstertalbrücke war es nur ein Katzensprung zur Talsperre Pöhl, eine Errungenschaft des wahren und echten Sozialismus aus dem Jahre 1958. Hier schien sogar ein wenig die Sonne und wir hatten einen herrlichen Blick über den See.

Nach der Talsperre Pöhl kam der der Kaffeedurst. Auf dem Weg nach Reichenbach zu Café und Kuchen stoppten wir noch an der Göltzschtalbrücke, mit 96 Bögen und 78 Metern Höhe die größte Ziegelsteinbrücke der Welt und das Wahrzeichen des sächsischen Vogtlandes. Ein beeindruckendes Bauwerk aus dem Jahre 1851, das heute noch in Nutzung ist.

29052020 stausee

Nachdem wir heute Morgen durch den Thüringer Wald geritten sind, durchquerten wir gegen Mittag das sächsische Vogtland in Richtung Erzgebirge und Sächsische Schweiz. Tolle Straßen, Strecken und Landschaften durften wir erleben. Der ganze Tag war eine Wucht zum Fahren. So haben wir wenigstens eine wenig den Soli der letzten Jahrzehnte, versenkt im Straßenbau, abgefahren.

In Steinbach fuhr dann auch um 15.00 Uhr eine Dampflok ab. Ein schönes Schauspiel, was man im Westen kaum noch sieht.

29052020 steinbach

Im Erzgebirge durften wir dann auch die Sperrung der Grenze in Deutschgeorgenthal zu Tschechien erleben. Das hätte ich mir nicht mehr träumen lassen, daß Schengen aufbricht und die Mitgliedsländer der EU wieder ihre Grenzen wegen COVID-19 schließen. Schon komisch. Wie vor 32 Jahren…

29052020 tschechien

Jetzt sind wir in Altenberg im Osterzgebirge, direkt an der sächsischen Schweiz. Vor dem Hotel stehen ca. 30 Motorräder. Das Wetter heute war trocken, wir haben aber wenig Sonne gesehen. Die Temperaturen lagen zwischen 10 und 21°C, im Durchschnitt bei 14°C - schön frisch. Wir waren auch die meiste Zeit über 500 Meter über Meeresspiegel. Gefahrene Kilometer heute 334Km, gesamt 708km.

An der Tanke in Altenberg gab es ein kaltes Fellschösschen für 1€. Immerhin... Waren wir nicht drauf vorbereitet.

Morgen reiten wir weiter durch das Erzgebirge in Richtung Elbe.

So long,

Erik und Jupp 


Einen sonnigen Guten Abend aus Saalburg in Thüringen am Bleilochstausee,, dem größten Stausee Deutschlands. Unser Hotel ist direkt am Wasser und wir haben einen herrlichen Blick über den See.

Abfahrt war heute morgen im schönsten Dorf Deutschlands um 8.30 Uhr. Unser erstes Ziel war Torfhaus im Harz. Gute 110km sind es bis dahin. Es war ab Hildesheim über Seesen und Clausthal bis zum Torfhaus nix los. Leider war die Strecke von Altenau zum Torfhaus gesperrt. Die wollte ich Erik eigentlich zeigen.

Auf dem Torfhaus war auch nix los. Zumindest konnten wir an einer Eisbude einen Kaffee ziehen.

Von Torfhaus ging es die Harz-Hochstraße an Braunlage vorbei in Richtung Nordhausen in Thüringen. Hier besuchten wir die Gedenkstätte des KZ Mittelbau-Dora. Ich war das erste Mal dort. Viel zu sehen war hier aber nicht mehr. Eine Besichtigung der Unter-Tage-Anlage haben wir nicht nutzen können, es war geschlossen. Schon ein komischer ort, wenn man seine Geschichte kennt.

Von Nordhausen fuhren wir weiter in Richtung Kyffhäuser. Was für eine tolle Überfahrt. Der Kyffhäuser ist schon eine klasse Motorradstrecke. Wir hatten eine super Überfahrt. Sehr flüssig und kaum Verkehr.

An Sömmerda vorbei führte uns die Reise zur Gedenkstätte des KZ Buchenwald. Die Außenanlagen waren geöffnet, es war aber auch kaum Besucherverkehr. Kein schöner Ort aber immer wieder einen Besuch wert, wenn man in der Nähe ist.

Von Buchenwald über Weimar, Jena und das Schleizer Dreieck sind wir nun in Saalburg. Knapp 380km liegen hinter uns, wir haben jetzt Durst und Hunger.

Das Wetter war den ganzen Tag super. Die Temperaturen lagen zwischen 12 und 21°C. Wenn COVID-19 was Gutes hat, dann ist es der wenige Reiseverkehr heute gewesen. Und wo unser Soli geblieben ist, das sieht man an den Straßen im Osten.

Schönen Abend und bis Morgen.

Erik und Jupp


 

 

Weiterhin werden wir den PIVO Index 2020 fortsetzen. Wie wir den Osten kennen, wird es warme Plörre geben. Lassen wir uns überraschen.

Hier ein paar Zwischenziele unserer Reise:

29.05.2020

  • Torfhaus
  • Oberharz
  • KZ Mittelbau - Dora
  • Kyffhäuser
  • KZ Buchenwald
  • Weimar

30.05.2020

  • Mödlareuth / Little Berlin
  • Elstertalbrücke
  • Talsperre Pöhl
  • Göltzschtalbrücke
  • Oberwiesenthal
  • Anaberg-Buchholz
  • Altenberg

31.05.2020

  • Schloss Augustusburg
  • Oberschöna
  • Glashütte
  • Bad Schandau
  • Königstein
  • Sächsische Schweiz

01.06.2020

  • Bad Schandau
  • Sächsische Schweiz
  • Oppach
  • Zittau
  • Niederschlesien
  • Görlitz
  • Boxberg
  • Weißwasser
  • Schwarze Pumpe
  • Lausitz

02.06.2020

  • Niederlausitz
  • Cottbus
  • Spreewald
  • Frankfurt/Oder
  • Gedenkstätte Seelower Höhen – Schlacht um die Seelower Höhen
  • Fürstenwalde
  • Gedenkstätte Halbe – Kessel von Halbe

03.06.2020

  • Spreewald
  • Torgau
  • Bad Schmiedeberg
  • Lutherstadt Wittenberg
  • Quedlinburg am Harz

04.06.2020

  • Ostharz
  • Oberharz
  • Elend
  • Braunlage
  • Torfhaus
  • Odertalsperre
  • Herzberg am Harz
  • Duderstadt
  • Hann. Münden

 

05.06.2020

  • Oberweser
  • Solling
  • Ith
  • Deister

 

 

Kommentare   

+6 #3 RE: Pfingsten 2020 - Mit Erik in die ZoneJupp 2020-05-31 17:16
zitiere Deti:
Hi,
schöner Bericht. Aber auch im Westen gibt es noch Dampflokfahrten. Ich empfehle hier regelmäßig stattfindende Fahrten von Stadthagen nach Rinteln. Findet sonntags statt und man hat einen längeren Aufenthalt in Rinteln. Wirklich sehr zu empfehlen. Euch weiterhin viel Spaß.
Deti


Yepp. Die Schmalspurbahn hier mit der Landschaft ist natürlich eine Wucht. Ein wenig wie zwischen Diakofto und Kalavrita, nur das die Griechen leider keinen Dampf haben...

www.pressnitztalbahn.de/
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+8 #2 DampflokDeti 2020-05-31 17:04
Hi,
schöner Bericht. Aber auch im Westen gibt es noch Dampflokfahrten. Ich empfehle hier regelmäßig stattfindende Fahrten von Stadthagen nach Rinteln. Findet sonntags statt und man hat einen längeren Aufenthalt in Rinteln. Wirklich sehr zu empfehlen. Euch weiterhin viel Spaß.
Deti
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+10 #1 SpaßDeti 2020-05-30 11:59
Hi Jungs,
ich wünsche euch viel Spaß und kaltes Bier.
Deti
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